Zum Steuerbescheid

Nach der Abgabe der Einkommensteuererklärung kommt der Steuerbescheid.

Sofern Zweifel an der Richtigkeit des Steuerbescheides bestehen, sollte auf jeden Fall innerhalb der Einspruchsfrist von einem Monat ab der Zustellung des Steuerbescheides Einspruch eingelegt werden. Der Steuerbescheid gilt normalerweise drei Tage nach der Aufgabe zur Post als zugestellt. Die Begründung kann notfalls nachgereicht werden. Das Einlegen dieses Rechtsmittels ist übrigens kostenlos und mit keinen Folgekosten verbunden. Ein Einspruch kann auch jederzeit zurückgenommen werden.
Wenn ein Einspruch nicht rechtzeitig eingelegt wird, hat dies generell zur Folge, dass auch ein rechtswidriger Steuerbescheid bestandskräftig wird. Dann ist allenfalls noch eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand möglich. Dies setzt voraus, dass jemand ohne sein Verschulden verhindert war, den Einspruch rechtzeitig einzulegen. In der Regel wird von einem Verschulden ausgegangen. Gegen ein Verschulden spricht nicht bereits, dass die Einlegungsfrist nicht bekannt war.

Bei der Umsatzsteuer kommt es hingegen nur selten zu einem Bescheid, da die Steuer ja selbst vom Steuerschuldner angemeldet wird. Ein Umsatzsteuerbescheid ergeht in diesen Fällen nur, wenn das Finanzamt von den Angaben abweicht. Ansonsten werden Fehler oder Nachträge über eine berichtigte Voranmeldung korrigiert.

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