Denunzianten

Die in allen vorhergehenden Abschnitten des Ratgebers genannten Informationsquellen sind berechenbar. Auf eine unberechenbare Informationsquelle sei abschließend hingewiesen: Denunzianten.

Immer häufiger gehen beim Finanzamt - meist anonym - Anzeigen von Ex-Partnern, Nachbarn, Kollegen oder ehemaligen Mitarbeitern ein. Hier werden dann beispielsweise - mehr oder minder konkrete - Angaben zu verschwiegenen Vermögenswerten gemacht oder Hinweise auf Schwarzarbeit gegeben.

Können anhand der Steuerakten die Beschuldigungen nicht aufgeklärt werden, können Sie zumindest bei konkreten Angaben des Denunzianten sicher sein, dass weitere Ermittlungen erfolgen.
Nach internen Ermittlungen der Deutschen Steuergewerkschaft sind anonyme Hinweise in 20 Prozent aller Steuerfahndungsfälle der Auslöser. Häufige Motive für eine Anzeige sind Erbstreitigkeiten, enttäuschte Liebe, gekündigte Arbeitsverhältnisse oder einfach nur Neid. Dabei landen im Zeitalter von PC und Online-Banking immer öfter Dateien mit der detaillierten Buchführung einer Firma oder der privaten Vermögensverwaltung beim Fiskus. Bestes Beispiel ist die Stiftungs-Affäre in Liechtenstein, als plötzlich eine CD mit Anlegerdaten dem Fiskus zugespielt wurde.

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