Steueroasen öffnen sich

Wenig auskunftsfreudige Länder und Finanzplätze sollen zu mehr Auskünften gezwungen werden. Denn wer auf einer schwarzen Liste landet, muss mit Sanktionen rechnen. Und die Abwehrfront bröckelt bereits schneller als gedacht. Denn bereits vor Ostern 2009 haben sich gleich reihenweise ins Visier geratene Steueroasen dazu bereit erklärt, die Vorgaben der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu beachten.

Das sind Musterabkommen aus dem Jahre 2002 zum Auskunftsaustausch in Steuersachen und aus 2005 zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Diese Richtlinien verlangen, dass Informationen, die für die Besteuerung relevant sind, zugänglich sein und auf Anfrage ausländischer Finanzbehörden zur Verfügung gestellt werden müssen. Zu diesen Informationen gehören etwa Bankinformationen und Auskünfte über die Eigentumsverhältnisse an Gesellschaften oder die Begünstigten bei Stiftungen.

Das Bankgeheimnis erscheint sich im Verhältnis zu den Steuerbehörden zum Auslaufmodell zu entwickeln. Gleich mehrere Länder erklären, dass sie zu Auskünften bereit sind. Daher tauchte auf aktuellen schwarzen Liste der OECD von Mitte April 2009 kein Land mehr auf, nachdem die vier verbliebenen Staaten Costa Rica, Uruguay, Malaysia und die Philippinen am 7.4.2009 zugesagt hatten, sich künftig an internationale Standards zu halten. Öffnungstendenzen haben jetzt folgende Länder angekündigt:

  • Liechtenstein
  • Andorra
  • Schweiz
  • Österreich
  • Luxemburg
  • Belgien
  • Monaco
  • Hongkong, Macao und Singapur
  • Die Cayman-Inseln
  • San Marino
  • Costa Rica, Uruguay, Malaysia und die Philippinen

<< Zurück Inhaltsverzeichnis

Zuletzt geändert am 08.09.2009

Copyright www.valuenet.de